Wie sich Spritzmittel negativ auf unsere Gesundheit auswirken:

Bis vor einigen Jahrzenten waren pestizidfreie Lebensmittel noch die Regel. In den 1950 Jahren fing man an mit chemisch-synthetischen Stoffen Insekten zu bekämpfen, die als natürliche Fressfeinde unser Obst und Gemüse auf den Feldern oder Bäumen anknabbern und somit die Erträge verringern können. Diese Mittel nannte man dann „Pflanzenschutzmittel“. Das Wort Pestizide trifft es da aber schon eher, denn die Endung „-zide“ kommt von dem lateinischen Wort „caedere“ und bedeutet töten. Der Grundgedanke ist, die Insekten zu eliminieren, die den Ertrag unseres Obst und Gemüses verringern. Jedoch sind nicht die Insekten das Problem, sondern die anfälligen Pflanzen, denen es an Gesundheit und Widerstandskraft mangelt.

Der wahre Grund für Schädlingsbefall

Eine gesunde Pflanze ist stark genug, um sich gegen angreifende Fressfeinde mit seinen eigenen Abwehrsystemen zu schützen. Es hat seine eigenen Verteidigungsmechanismen und verschiedene Strategien, um sich gegen seine Angreifer zu wehren. Manche Pflanzen schützen sich mit Stacheln und Dornen, manche manipulieren durch ihre Farben und wieder andere schicken ungenießbare Abwehrstoffe zu der Stelle, wo sie angegriffen werden. Pflanzen können auch untereinander z.B. mit Hilfe von Duft- und Botenstoffen kommunizieren und sich gegenseitig vor Fressfeinden warnen. Auch hier ist die Natur sehr erfinderisch und kreativ. Ist eine Pflanze allerdings zu schwach und ihre Abwehrmechanismen reichen nicht aus, kann sie sich nicht mehr gegen ihre Angreifer wehren. Somit tragen unsere Insekten also dazu bei, dass nur die Pflanzen bestehen, die gesund und robust genug sind. Das ist ein wunderbar evolutionierter und erprobter Prozess der Natur, der immer wieder das System von zu schwachen, nicht überlebensfähigen Organismen befreit, um ein robustes und starkes Ökosystem aufrecht zu erhalten.

Die Ursache für schwache, anfällige Pflanzen

Ein Organismus wird dann schwach und krank, wenn er nicht mit all dem versorgt ist, was er für seine Gesundheit braucht. Und dies entsteht immer, wie beim Menschen auch, wenn Nährstoffe, ausreichend Wasser oder das richtige Milieu fehlen und somit die Abwehr schwächelt. Dann können sich die Pflanzen nicht mehr gegen ihre Angreifer wehren und der Ernteertrag geht zurück. Jetzt ein Feld aus anfälligen Pflanzen mit Pestiziden zu besprühen, eliminiert also nur das oberflächliche Problem. Die Ursache der schwachen Pflanzen ist nicht ein Pestizidmangel, sondern eine Abwehrschwäche! Außerdem entsteht durch die Nutzung von Pestiziden eine Kettenreaktion von negativen Auswirkungen auf die Umwelt.

Pestizide zerstören die Artenvielfalt

Pestizide sind nicht Insektenspezifisch und töten direkt ein breites Spektrum an vielen Insekten und Tierarten, egal ob diese für den Ernteertrag schädlich sind oder nicht. Dies hat zur Folge, dass in den Gebieten, wo Spritzmittel eingesetzt werden, die Artenvielfalt langfristig geschädigt wird. Insekten, Käfer, Schmetterlinge, Bienen und viele weitere werden von den Pestiziden negativ beeinflusst und man geht davon aus, dass bis zu 40% der Tierarten durch die moderne Landwirtschaft gefährdet sind.

Pestizide belasten unsere Gesundheit

Und auch wir sind davon nicht ausgenommen, denn auch wir sind ein Teil des Ökosystems. Rückstände der Spritzmittel werden aus dem Boden in’s Grundwasser gewaschen und belasten unser Trinkwasser. Durch das Bespritzen von Obst und Gemüse, landen sie auf unseren Lebensmitteln, sodass bei dem Verzehr von konventionellen Lebensmitteln eine hohe Toxinbelastung im Körper nachgewiesen werden kann. Genauso wie die Spritzmittel auf dem Feld gegen die Insekten vorgehen, zerstören sie auch die Vielfalt unserer Darmflora. Was der einen Spezies schadet, kann für unsere eigene Gesundheit nicht als unbedenklich eingestuft werden, weil wir alle ein Ökosystem sind. Die Folgen scheinen uns vielleicht am Anfang nicht zu betreffen, doch auf kurz oder lang, werden die Konsequenzen auch uns erreichen.

Eine pestizidfreie Ernährung

Wir sollten dazu übergehen unbehandelte, starke und robuste Pflanzen in unsere Ernährung einzubauen, die voller Nährstoffe sind und uns somit helfen auch unsere eigene Gesundheit zu erhalten. Schwache, anfällige Pflanzen, die durch den Einsatz von Spritzmitteln am Leben erhalten wurden, sind nicht nur nährstoffärmer und pestizidbelastet, sondern bringen ein weitreichendes Ausmaß an Zerstörung der Artenvielfalt, Widerstandsfähigkeit und Gesundheit des Ökosystems mit sich.

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Lisa Ophardt

  • Ganzheitliche Gesundheits- und Lebensberaterin
  • Darmexpertin
  • Heilpraktikerin

Meine Leidenschaft und Überzeugung, dass es für jede gesundheitliche Herausforderung eine passende Lösung gibt, möchte ich mit Menschen teilen und sie unterstützen ihren Weg zur Heilung zu finden.